18.November 2019

 

Unser Hundeführerkollege und Waffenrechtsexperte Dr. Raoul Wagner hat mir ein interessantes Video zugesendet.
Betrifft: Österreichisches und deutsches Waffengesetz
Tipp: Anschauen!
https://www.youtube.com/watch?v=KQ4cTMU17Hg&feature=youtu.be

                           8.November 2019  

 

                           Nachdem diese Woche mit 5 Nachsuchen in 4 Tagen ein wenig hektisch verlief, möchte ich Euch noch gerne einen

                           Nachtrag einer Suche von vor 3 Wochen zukommen lassen.

                           Am späten Vormittag ein Anruf einer Polizeidienststelle, dass ein Reh von einem Pkw erfasst wurde. Da ich das

                           Revier sowie auch die Stelle, wo es passiert sein soll schon von 2 Nachsuchen her gut kenne, wars nicht notwendig,

                           einen Begleiter des Reviers seine Zeit zu stehlen.

                           Da auf der Landesstrasse keine Zeichen, weder vom Reh noch vom Auto, zu erkennen waren, kannst mit dem 

                           Hund nur eine Vorsuche machen. Rings herum Zuckerrübenfelder, wo du ein liegendes Stück nicht ausmachen kannst.

                           Nach einer gefühlten Ewigkeit zieht Caro rechts hinein, ins Rübenfeld. Ich hatte keine Bestätigung, kein Schweiss,

                           kein Schnitthaar, keine Knochensplitter. Da sie aber gut und zielstrebig im Riemen hängt, lasse ich sie gewähren.

                           Vetraue deinem Hund, und so wars auch diesmal, plötzlich gibts kurz Laut - und da liegt er. Schade, ein junger, für

                           diese Gegend gut veranlagter Bock liegt in den Rüben.

                           Auffällig für mich , das Reh war bereits steif und kalt. Also von einem Anfahren am Vormittag keine Rede. En Rückruf

                           bei der zuständigen Polizeibeamtin: es kommt immer wieder vor, dass Lenker den Unfall erst vormittags melden,

                           obwohl Nachts bei der Heimfahrt ev. mit zuviel A....... im Blut geschehen.

                           Naja, neu für mich, dass diese Lenker keine Gewissensbisse haben, so ein Stück könnte auch noch stundenlang

                           leiden.

                           Die Berichte über die interessantesten Nachsuchen dieser Woche folgen in den nächsten Tagen.

                         19.Oktober 2019

 

                          Die neuen Seminare bzw. -termine sind unter der Spalte Seminare eingestellt.

                           2.Oktober 2019

 

                           Nachdem ich ja, wie hier berichtet, meine Gummischaftkappe bei einer SW Nachsuche beleidigt hatte, darf ich mich

                           auf diesem Wege bei der Firma Blaser für die problemlose und unentgeltliche Zurverfügungstellung der

                           Schaftkappe sowie die kostenlose Montage derselbigen durch die Fa. Schnetz ganz herzlich bedanken.   

                           17.September 2019

 

                           Letzte Woche wurde ich zu 2 Nachsuchen gerufen, wies so ist, natürlich am gleichen Vormittag. Schön aufgeteilt in

                           eine Kfz - und eine Kontrollsuche.

                           Das Bemerkenswerte daran war, dass mir der Schütze gleich noch dazu über whatsapp ein Bild übermittelte,

                           wo beide Nachsuchenstrecken genau eingezeichnet waren. Schaut Euch das Bild einmal an, besser kann man das 

                           nicht machen. Einfach Klasse. Da lacht das Herz eines Hundeführers wenn man diese Daten hat.

                           Recht herzlichen Dank an den Schützen.

 

                                                                                   !!!  Zur Nachahmung bestens zu empfehlen  !!!

                           3.September 2019

 

                           Man lernt nicht aus

                           Letzte Woche wurde ich zu einer Nachsuche gerufen, bei der ich schon im Vorfeld am Telefon Zweifel am

                           Zustandebringen des Stückes hatte. Der Schütze erzählte, er habe einen Rehbock beschossen, der offensichtlich

                           gesund mit der Gais langsam weggezogen sei. Am Anschuss konnte er absolut nichts finden, aber oh Schreck,

                           das Geschoss hatte etwa einen halben Meter vor dem Stück eine Buche gestreift. Die Rinde des Baumes war

                           kreisförmig im Durchmesser von etwa 20 cm "abgeschält".

                          Nachdem ich heuer bereits Erfahrung mit "Holzschüssen" hatte (Nachsuche vom 17.Juli 2019), ersuchte ich auch noch

                          meinen Sohn mitzukommen, der ja schon öfters dabei war. Der macht mit seiner Stirnlampe die Nacht zum Tag.

                          Zu Dritt gings zum Anschuss, wobei der angeleinte Hund einmal stürmisch rechts einen steilen Hang annehmen

                          wollte. Aber zuerst einmal dorthin wo der Bock beschossen wurde. Der Hund war nicht auf Platz zu bewegen und

                          tobte am Strick, sodass ich ihn an einem Baum anleinen musste. Dort alles noch einmal besichtigt, kein Schweiss,

                          kein Schnitthaar, nichts.

                          Also den Hund an den Schweissriemen, eine Runde am Anschuss gezogen, jetzt sucht er ruhig und bedächtig. Nur

                          geht er einen Wanderweg, da zweifle ich schon stark ob wir richtig sind, ich habe ja keine Bestätigung. Und dort wo

                          er zuerst rechts abbiegen wollte, an der gleichen Stelle biegt er, da wir von der anderen Seite kommen, links einen

                          steilen Hang hinauf. Übrigens der einzige Steilhang den es dort gab. Dem Hund hinterher, über den nächsten 

                          Wanderweg und da steht er schon am Stück.

                          Was mich dabei wundert, es gibt keinen Ausschuss, dafür aber zwei oberflächliche kleine Verwundungen.

                          Beim Aufbrechen gabs dann die Überraschung: eine Verletzung stammte vom Geschoss welches oberflächlich

                          in der Decke steckte, die andere von einem Rinden- od. Holzsplitter, der in der Lunge sass.        

                          Das an der Rinde plattgedrückte Geschoss war auf 4,2 cm !!! Länge angewachsen, Kaliber 7 mal 64.

                          Schweiss gab es auf der gesamten Länge absolut keinen.

                          Auch wenn ich bis dato schon einige hundert Nachsuchen gemacht habe, das wird eine sein, die mir immer

                          in Erinnerung bleiben wird. 

                    20.August 2019

 

                         Am gestrigen Tag gabs wieder eine (sehr) morgendliche Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild. Nach kurzer

                         Anfahrt gabs einmal eine Besichtigung des Anschusses. Aus den üblichen Fragen konnte ich nicht viel

                         herauslesen: Überläufer, mittelgross(???), beschossen im ersten Tageslicht beim Einwechseln, gut abgekommen,

                         Kaliber 243.Win (nach meinem Dafürhalten ein zu kleines Kaliber für die Schwarzwildjagd), mehr war nicht.

                         Der Hund hechelte schon im Auto, nachdem er aber weiss, dass es gleich losgeht, verweigert er die Wasser-

                         aufnahme. Muss halt der Schütze die Trinkvorräte mitführen. In der Zwischenzeit hat es aktuell 26 Grad, in meiner

                         Sauenschutzhose fühlt es sich an wie in der Sauna. Da sich die Nachsuche in einer Au-ähnlichen Fläche abspielt ist

                         auch die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch.

                         Am Anschuss gabs für das menschliche Auge trotz gründlichster Suche nichts zu finden. Den Hund angesetzt dreht

                         er einmal seine Runden. Jetzt erzählt mir der Schütze, dass er den ÜL aus einer Rotte beschossen habe. Das hebt auch

                         nicht gerade meine Stimmung. 

                         Schon nach 10, 15 Metern verweist mir der Hund Schweiss, einige Tropfen nur, aber immerhin. Leider Wildpretschweiss.

                         In dem Dickicht ist das keine leichte Übung, der Schweissriemen verhängt sich laufend, zu meinem Ärger bleibe

                         ich auch noch mit der Nachsuchenbüchse hängen und reisse mir ein Stück der Gummischaftkappe ab. Also

                         Gewehr sonst noch kurz kontrolliert, aber der Blaser R8 hat sonst nichts abbekommen. Dann hängt vor einem um-

                         gesägten Baum der Riemen durch. Denke schon da liegt die Sau, doch Fehlanzeige. Der Hund verweist abermals

                         Schweiss, aber diesmal wärs mir wie wenn Lungenschweiss dabei wäre. 50 Meter nach dem Baum, kurz zweimal

                         Hundelaut, nicht giftig, rufend. Und da liegt er, der ÜlKeiler.   

                         Jetzt aber nichts wie hinaus aus der Dickung, zuerst mit Hund und Gewehr, raus aus der Schutzhose, versucht den Hund

                         zur Wasseraufnahme zu bewegen, will nicht, noch einmal hinein und die Sau gebracht.

                         Beim Aufbrechen sehe ich mir den Schusskanal an. Etwas hinten abgekommen lenkte eine Feder das leichte

                         Geschoss ab, welches die Lunge ankrazt und im gegenüberliegenden Schulterblatt steckte. Also kein Ausschuss.

                         Erst im Lauf der Flucht wurden über den Wundkanal kleinste Lungenstückchen nach aussen transportiert.

                         Meine Conclusio daraus: ein stärkeres Kaliber hätte mit Sicherheit den Wildkörper durchschlagen, ob eine solche

                         Nachsuche nötig gewesen wäre wage ich zu bezweifeln.

  1.               13.August 2019

                         Von einem lieben Jagdfreund wurde ich auf ein ganz tolles Vidoe verwiesen, das ich Euch nicht vorenthalten möchte.

                         So soll Jagd sein.

Dreispross - Meine Jagd [LINK ZUM ANKLICKEN]

                          31.Juli 2019

 

                          Ich habe eben die Mitteilung erhalten, dass die Fa. Fressnapf für bestimmte Hundesnacks der Marken

 

                                                                                                 Real Nature Wilderness sowie

                                                                                                 MultiFit native snacks

 

                          eine Warnung herausgegeben hat.

                          Diese  dürfen ab sofort nicht mehr an Hunde verfüttert werden.

                          Näheres findet Ihr unter: www.focus.de/wissen/natur/hunde/

18.Juli 2019

 

Da zwischen den Nachsuchen gottseidank noch genügend Zeit bleibt, selbst jagen zu gehen, konnte ich Ende April d.J. einen Fuchs erlegen. Da sein körperlicher Zustand schlecht beziehungsweise sein Bewegungsablauf eingeschränkt war, wurde der Tierkörper über die BH Mödling bzw. AGES Mödling an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde eingesendet. Den Befund findet ihr unterhalb.

Zusammengefasst:                 STAUPE                             FUCHSBANDWURM                           MUSKELEGEL

 

Macht bitte nichtjagende Hundebesitzer auf diese Krankheiten aufmerksam!

 

Recht herzlichen Dank an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde für die Freigabe zur Veröffentlichung.

17.Juli 2019

 

Nachsuche auf Schwarzwild???

 

Gestern zeitig am Morgen ein Anruf bezugnehmend eine Schwarzwildnachsuche. Nach einer kurzen Fahrzeit treffe ich mich mit dem Schützen, der meint einen Frischling beschossen zu haben.

Nachdem ja der Mond derzeit gutes Licht gibt, glaubte er auf dieses Stück gut abgekommen zu sein. Da wir beim vermeintlichen Anschuss absolut nichts vorfanden konnte da nur der Hund helfen. Nach endlosem Kreisen findet auch der Hund leider nichts. Da bleibt mein Blick kurz am Boden hängen. Eine durchschossene Wurzel sagt alles.

Der Frischling wurde nicht ansatzweise getroffen.

Wenn man sich die Bilder dieser Wurzel ansieht, kann man ermessen, mit welcher Wucht so ein Geschoss arbeitet.

Der Wurzelausläufer war komplett durchschossen, die Rinde abgehoben und die Kugel steckte dann noch 20cm tief im Erdreich.

                         7.Juli 2019

 

                          Gestern wieder ein Hilferuf eines lieben Jagdkollegen. Er hatte noch bei gutem Büchsenlicht eine Schmalgais  

                          beschossen. Besonders aufgefallen sei ihm der vordere linke Lauf mit dem das Stück nicht auftreten konnte.

                          Auch sei es vom Körperbau besonders schwach gewesen.

                          Nach gut einer halben Stunde angekommen zeigt er mir einmal den Anschuss und wohin sich das

                          Stück bewegt hat. Einige Tropfen Lungenschweiss machen Mut, da aber solche  Stücke aufgrund ihrer Verletzung

                          meist einen hohen Adrenalinspiegel haben und einiges wegstecken wird das nicht ganz einfach. Da sie auch von

                          anderen Stücken abgeschlagen werden, ziehen sie sich meist in bürstendicke Flächen zurück.

                          Also am Anschuss beginnen, der Schütze hinter mir, sagt er  nach 30 Metern, der Hund sei falsch, er habe die

                          Gais rechts wegziehen gesehen. Ich mach ihm die Freude, trage den Hund ab und gehe wieder zum Anschuss.

                          Dasselbe Spiel wieder, nur jetzt  folge ich dem Hund links hinein. Bestätigung gibts anhand des fehlenden Schweisses 

                          keine. Wo gehts hin, natürlich, in die einzige vorhandene Dickung. Dort am Rand findet sich ein wenig Lungen-

                          schweiss. Also hinein ins Gebüsch, bei 30 Grad auch nicht die schönste Aufgabe. Das Stück liegt dann etwa in der Mitte

                          dieser. Das Hinausschleifen aus dieser Bürste gerät angesichts der Temperatur zur schweisstreibenden 

                          Angelegenheit.

                          Mit dem Schützen untersuchen wir dann noch den Vorderlauf. Der ist in Kniehöhe extrem verdickt und ist auch

                          mit Gewalt nicht abbiegbar.

                          Schön, dass wir das Stück bekommen haben und ihm weitere Schmerzen ersparen konnten. 

                          10.Juni 2019

 

                          Nachdem in der letzten Zeit nur Kfz Nachsuchen angefallen sind, die wir, bis auf eine, gottlob alle gemeistert haben,

                          gabs jetzt wieder einmal eine durch eine nicht ganz gerade Kugel verursachte.

                          Ein Anruf eines lieben Freundes erreichte uns zu einer Uhrzeit, wo ich sehr sicher war, dass wir sicherlich einen

                          Rehbock zustande bringen sollten. Umso erstaunter war ich, als er mir erzählte,  er habe einen Überläuferkeiler

                          beschossen. Da ich aber selbst wieder einmal jagen war, und einen Fuchs, ebenfalls bei vollemTageslicht, erlegen 

                          konnte,  gabs da noch eine halbe Stunde Fahrzeit zu absolvieren. Zu Hause angekommen und die Nachsuchesachen

                          ins Auto zu verladen war schnell erledigt, der Hund war ja schon abfahrbereit.

                          Die Hitze war auf der kurzen Fahrt zum Treffpunkt nahezu unerträglich, speziell dann, wenn man auch noch die

                          Sauenschutzhose trägt. Da glaubst der Schweiss rinnt in die Bergstiefel und jucken tuts auch überall.

                          Aber: ich hatte schon Bekanntschaft mit Schwarzwild im Nahkampf gemacht, und da fühlt man sich mit dieser

                          Ausrüstung einfach wohler.

                          Schon am Telefon hatte ich die üblichen Fragen gestellt, so konnte ich relativ rasch den Anschuss begutachten.

                          Der vorgefundene Schweiss sowie die anderen Pirschzeichen liessen in mir keine optimistische Stimmung

                          aufkommen. Dunkel, und weissgelbe Feistteile waren da zu sehen. Ich tippte da auf einen Leberschuss im tiefen

                          Bereich.

                          Caro bewindete einmal den Anschuss und folgte kurz der Fährte der gesund entlassenen Stücke. Sie zurück zum  

                          Anschuss, jetzt konzentrierte sie sich auf die Krankfährte. Obwohl die ersten Meter kein Schweiss zu finden war,

                          lag der Hund bombig im Riemen. Nach 30- 40 Metern das erste Mal ein kleiner dunkler Fleck auf einem Buchenblatt.

                          Wieder dunkler Schweiss, die Konsistenz ganz eindeutig Leber. Ich komme da gar nicht richtig dazu weiter zu

                          schauen, der Hund drängt vorwärts. Weiter gehts. Nur hat uns jetzt im Wald die Dunkelheit eingeholt, richtig wohl

                          ist mir nicht dabei. Ich glaube aber, dass der Hund die Situation aufgrund seiner Erfahrung richtig einschätzen kann.

                          Um nicht zu langweilen mache ichs jetzt kurz: immer wieder Schweiss verweisend fühlt sich der Riemen plötzlich

                          ganz locker an, Caro steht am Wild. Verendet- Gott sei Dank. Nur ist das Stück noch die letzten Meter in einen Graben  

                          gerutscht. Beim Betrachten des Stückes denke ich mir, tiefer hätte der Schuss nicht sein dürfen.

                          Da zusätzlich noch ein Begleiter dabei war, und der ist kraftmässig nicht von schlechten Eltern, wollten wir die

                          Sau an den Vorderläufen bergauf ziehen. War nicht. Also zuerst einmal aufbrechen, jeder Kilo weniger zählt da.

                          Ausserdem konnten wir da gleich eine Kontrolle des Schusses machen. Das einzig Ersichtliche war die Verwundung

                          der Leber im alleruntersten Bereich.

                          Bei so einem Schuss führt die Krankfährte normal über ganz andere Distanzen, diesmal war halt das Jagdglück

                          auf unser aller Seite. Waidmannsdank dem heiligen Hubertus.

21. April 2019

 

Auch im heurigen Jahr unterstützt uns wieder die Firma Merkel mit einer Leihwaffe. Recht herzlichen Dank dafür.

                          18. März 2019

 

                          Leider, leider, das neue Jahr beginnt so wie 2018.

                          Bedingt durch die Einstandskämpfe sind die ersten Nachsuchen doch immer wieder solche, die durch KfZ verursacht

                          werden.

                          Bei der Ersten war ich mir aufgrund der Schilderungen des Lenkers, der das Stück noch über ein Feld langsam

                          wegziehen sah, relativ sicher, daß es sich eher um eine Kontrollsuche handelt. Nach rund 1000 Metern, wo wir absolut

                          keine wie immer gearteten Pirschzeichen fanden, gaben wir letztendlich auf.

                          Einen Tag später, wieder KfZ. Da am Unfallort aber doch Schweißflecken zu finden waren, war ich doch ein wenig

                          zuversichtlicher. Eigentlich sollte man doch glauben, daß schwerverletzte Stücke nach kürzester Suche liegen sollten.

                          Durch den hohen Adrenalinausstoß kommt es aber immer wieder zu teils recht langwierigen Suchen. Und so war es

                          auch hier. Im unwegsamsten Gestrüpp, knapp vor einem kleinen Bach, den das Stück offensichtlich noch erreichen

                          wollte, lag die Rehgais.

                          PS: Schön wäre es, wenn sich eine ortskundige Person der Jagdgesellschaft bei solchen Unfällen als Begleiter

                                 zur Verfügung stellen würde, sodaß der Hundeführer sich nicht auch noch um die Entsorgung des Kadavers

                                 kümmern müßte. 

                    5. März 2019

 

                    Vorgestern hatten wir wieder einmal die Möglichkeit ein Stück Schwarzwild nachsuchen zu können. Kaum Schweiß,  

                          keine sonstigen Pirschzeichen, aber nach 200 Metern lag der Frischling. Könnten wir einen Hund verstehen würde der

                          sinngemäß meinen: "kurz und einfach".

                          Beim Bringen der Sau war für den Hund einmal Freiheit ohne Leine angesagt. Nur komisch, daß nach kurzer Zeit

                          heftiger und giftiger Standlaut zu vernehmen war. Den Frischling liegen lassen und zum Hund war eins. Und da

                          kommt er uns auch schon entgegen, irgendwas Sperriges im Fang tragend. Ich glaubs nicht was der da schleppt -

                          eine ROTHIRSCHSTANGE. Stammt von einem mittelalten Hirsch, dunkelbraun, relativ frisch abgeworfen.

                          Zu meiner Freude schenkt mir der Jagdherr noch dazu die Stange als Erinnerung für diese nicht alltägliche Suche.

 

                          Weidmannsdank und Weidmannsheil

23.Februar 2019

 

Anlässlich der HOHEN JAGD in Salzburg durften wir am Vorabend der Messe für 20 VIPS eines grossen Ausstellers   einen Vortrag mit dem Thema

 

                                                            " NACHSUCHE IN THEORIE UND PRAXIS"

halten.

Die bis nach Mitternacht geführten Diskussionen zeigten einmal mehr die Relevanz und Wichtigkeit dieses Themenkreises auf. 

Für uns ganz toll, daß wir von einem dort anwesenden Teilnehmer, der einen großen Forstbetrieb leitet, vom Fleck weg für diese Thematik engagiert wurden.

Am nächsten Tag gabs dann noch kurz Standdienst bei einem unserer Partner, wobei ebenfalls interessante Gespräche

geführt wurden.

22.Jänner 2019

 

Letzte Woche fand der erste Stammtisch für Nachsuchenführer im  Jahr 2019 statt. Ganz toll, dass  es wieder drei Neue zu uns verschlagen hat.

Bedingt durch die neue Gesetzeslage lag diesmal der Schwerpunkt der Diskussion ganz eindeutig beim Schalldämpfer unter besonderer Berücksichtigung im praktischen Nachsuchenbetrieb.

Einstimmig  wurde beschlossen, bei diesen Zusammentreffen nur aktive Nachsuchenführer teilnehmen zu lassen, d.h. Hundeführer,  die Fährtenarbeit mit ihren Hunden auf rein sportlicher Basis tätigen, können bei ev. Anmeldung zu unserem Stammtisch, der ja hauptsächlich einem Erfahrungsaustausch dient, nicht berücksichtigt werden.  

18. Jänner 2019

 

Nach dem abgelaufenen Jahr haben wir jetzt die Statistik fertiggestellt.

 

Erklärung:

 

 

Erfolgssuche: Eine Suche bei der das Stück  erfolgreich (mit oder ohne Hatz) nachgesucht wurde.

 

Fehlsuche: Eine Suche bei der trotz Pirschzeichen ( Schweiss, Schnitthaare, usw... ) das Stück  nicht gefunden

                      wurde.                  

 

Kontrollsuche: Eine Suche bei der keine wie immer gearteten Pirschzeichen gefunden wurden und somit angenommen                                werden kann, dass das Stück unverletzt ist.

11.Jänner 2019

 

Zwischen den Feiertagen, kleiner Nachtrag

Da Hundeführer auch zwischen den Feiertagen und in der Urlaubszeit aktiv sind, ja sein müssen, ergab sich für uns noch schnell die Gelegenheit eine Nachsuche auf einen Frischling frühmorgens durchzuführen. Nachdem es aber leider

absolut keine Anzeichen eines Treffers gab, wurde die Suche nach etwa einer Stunde abgebrochen. Doch das sollte an diesem Tag noch nicht Alles gewesen sein.

Schon kurz nach der Ankunft zu Hause klingelte wieder das Handy. Ein Polizeiposten hatte die Meldung eines

Kfz Unfalles mit einem Reh entgegengenommen, leider jedoch weder den  Jagdleiter noch den Aufseher erreichen können. Erfreulicherweise ist mir dort aber einer der Mitpächter bekannt, von dem ich ein persönliches ok für die Nachsuche bekam.

Am Unfallort angekommen fanden sich im grösseren Umkreis eine Menge an Glassplittern, mir schien vom Scheinwerferglas. Den Hund konnte man da nicht ansetzen, die Schnittgefahr war mir zu groß. Also einige Meter hinein ins hohe Gras. Ich hatte schon das Gefühl auf der richtigenFährte zu sein, nur Kfz Wild ist meist viel schwerer zu finden als Beschossenes. Das menschliche Auge erkennt da auf trockenem Boden nichts, einzig und allein deinem Hundepartner musst du vertrauen und ihn lesen. Und der hat mich nicht enttäuscht, nach 300 Metern waren wir am

Stück. Rehboch, stark, älter, eine Stange bereits abgeworfen. Also das Stück an den Vorderläufen gefasst, Haupt dazwischen eingeklemmt, der nächste Feldweg war max. 70 Meter entfernt. Dort angekommen, ja,..... jetzt war auch noch die zweite Stange ab. So wollte ich das eigentlich nicht beenden. Also den Hund geschnallt, der weiss aufs Kommando genau was Sache ist und steht, mit der Stange im Fang, nach kürzester Zeit wieder neben mir.  

Nach so einemTag lacht das Hundeführerherz, scheinbar hat man in der Ausbildung doch das Meiste richtig gemacht.

So, und jetzt dürfen auch wir einmal den Rest des Feiertages entspannt verbringen.   

4.Jänner 2019

 

 Nachdem wir gestern den uns zur Verfügung gestellten Merkel Helix Explorer wie vereinbart zurückgegeben haben, möchten wir kurz, wie im April zugesagt, unsere Eindrücke von 9 Monaten Praxis wiedergeben.

Festgehalten muß werden, daß wir in dieser Zeit bei Nachsucheneinsätzen ausschließlich diese Waffe führten.

Pluspunkte: griffiger Kunststoffschaft, pflegeleicht

                        angenehme Abzugseinrichtung

                        Wechsellauf leicht zu tauschen

                        schnelles Abnehmen des Zielfernrohres

                        und wie schon erwähnt die innovative Kimme Korngestaltung

 

Was uns beim Nachsuchen doch gestört hat war die Lauflänge und kein Riemenbügel ganz vorne am Lauf, da war das

Hängenbleiben im dichten Unterholz vorprogrammiert. Da wir bei einem Einsatz ein zweites Mal nachschiessen mussten, würden wir auch ein stärkeres Kaliber als .308 vorschlagen.

 

Aber: Beide Kritikpunkte lassen sich leicht lösen.

           Zu diesem Zweck hat die Firma Merkel den Helix Tracker  im  ihrer Produktpalette. Riemenbügel vorne am Lauf

           sowie mittig am Hinterschaft. Als Kaliber würden wir da auch auf 8 bzw. 9,3 mm zurückgreifen.

FROHE WEIHNACHTEN UND EIN ERFOLGREICHES

                       NEUES JAHR WÜNSCHT                                                                      NACHSUCHE THERMENREGION !

22.Dezember 2018

 

Anfang der Woche war ich wieder als Nachsuchenführer bei einer ganz tollen Jagd, die ich auch vom letzten Jahr schon kenne, eingeladen. Die Würze war noch der letzte Schnee, der im Mittelgebirge dieser Region noch vorhanden war.

Freigegeben war Rot-, Schwarz- sowie Rehwild. Ganz klare Regeln des Jagdleiters, auch was die Nachsuche betrifft, erfreuen mich immer wieder - wenns doch überall so wäre.

Nach dem 1. Trieb standen zwei Suchen an, die ich mir mit dem anderen Hundeführer ausmachen konnte. Meine Nachsuche galt einem Schmaltier.

Da der Schütze noch nie Rotwild erlegt hat, war er anfangs über meine Fragen - wie Entfernung, Stellung des Stückes, Schusszeichen, allein oder im Rudel, Kaliber usw. ein wenig erstaunt. Aber das sind halt die Fragen die man stellt, um ein wenig Einblick in die Sache zu bekommen. Ausserdem wollte er mich begleiten um ein wenig "zu sehen, was da so abläuft wenn ein Stück nicht gleich liegt" so seine Worte.

Also zum Anschuss, und einmal schauen was sich dort tut. Nach seinen Angaben wars ein Rudel mit 5 Stück, davon

zwei Alttiere, ein Schmaltier, zwei Kälber. Nach den Fährten zu schließen waren alle gemeinsam dem nahen Wald

zugezogen. Durch eine Geländekante konnte er nur die ersten Meter einsehen. Schweiß war keiner zu finden.

Den Hund, der das Geschehen genau beobachtet hat, zum Anschuss, er soll das in Ruhe kontrollieren. Schon nach wenigen Augenblicken setzt er sich in Bewegung, ganz langsam, mir wars, wie wenn er die Krankfährte ausbuchstabieren würde. Und tatsächlich, nach etwa 30 Metern der erste Schweiß. Wenig, aber er war vorhanden.

Und gleich danach zieht Caro auf einer einzeln stehenden Fährte weiter, das Schmaltier hat sich vom Rudel abgesondert. Das war schon einmal ein gutes Zeichen. Aber wenig bis kaum Schweiß. Dem Hund ists egal, auch als wir

auf eine apere Wiese kommen, hält der für mich bombensicher die Fährte. Wieder auf eine teilverschneite Fläche aufsteigend, wird der Hund heftiger. Da liegt das Stück, längst verendet. Mein Blick zum Schützen, der steht mit offenem Mund da, und kanns kaum glauben, sein erstes Stück Rotwild, längst verendet, gestreckt mit einem guten Schuss.

Da das Schmaltier etwas schräg stand, war der Einschuss genau dort wo er hin gehört, der Ausschuss war jedoch mit einer Darmschlinge verlegt, wodurch kaum Schweiß in der Fährte vorhanden war.

Den Schlag zum Rotwildjäger sowie die Nachsuche, die zu seinem Stück führte, wird er wohl nie vergessen.

Waidmannsheil.     

10.Dezember 2018

 

Komme gerade emotionell geladen von einer Nachsuche auf eine Rehgais zurück.

Also: ein guter Bekannter, sicherer Schütze und vor allem fermer Waidmann beschoss bei schon relativ fortgeschrittener Dämmerung auf etwa 60-70 Meter ein weibliches Stück Rehwild. Gut abgekommen sieht er noch ein plötzliches Aufsteigen der Gais, vermutet einen Hochblattschuss und läßt eine gute halbe Stunde verstreichen. Da unweit vom Anschuss ein relativ dichtes Waldstück beginnt, sucht er im Schein der Taschenlampe die Gegend ab wo das Stück eingewechselt ist. Doch leider - nichts.

Bis ich dorthin komme war er schon recht verzweifelt. Er führt dieses Verhalten des beschossenen Stückes auf die von ihm neu verwendete bleifreie Munition zurück. Aha. Also den Hund zum Anschuss und einmal kontrollieren was sich da findet. Ein etwa Zentimeter grosser Schweißtropfen, und der hat die Farbe vom Wildschweiß. Kein Lungenschweiß, keine Spritzer, einfach nichts. Also hinter dem Hund am langen Riemen folgend, bestätigt der Schütze zumindest die Stelle, an der die Gais eingewechselt ist. Durch die Buschgruppe hindurch verweist mir der Hund einige kleine Schweißtropfen. Dann jede 20 Meter dasselbe Spiel. Solange bis endlich der Riemen durchhängt. 250 Meter, ein Kammerschuß wie er im Buch steht, aber halt keine Feder getroffen, das Stück längst verendet.

Natürlich ist mir klar, daß eine ganze Reihe moderner Waffen mit bleifreien Geschossen hervorragende Wirkungen erzielen. In unseren Statistiken, und da gibts doch einen Abgleich von etwa 4000 !!! Nachsuchen, zeigt sich, daß ältere Gewehre sehr oft mit diese Patronen nicht klar kommen.

Da stellt man sich schon die Frage: warum tun wir dem Wild und uns das an?             

4.Dezember 2018

 

Nachsuche auf Schwarzwild

 

War letzte Woche als Nachsucheführer auf einer Riegeljagd. Frei war Schwarzwild bis 50 kg, sollten also keine allzu gefährlichen Suchen sein. Der Schütze, dem ich zugeteilt war, hatte um 12 Uhr 50, also 10 Minuten vor Ende der Jagd, einen Frischling beschossen, der nach dem Schuss in einer für den Jäger nicht einsehbaren Mulde verschwand.

Nachgeladen, Gewehr wieder entspannt, zieht keine 2 Minuten später scheinbar dieser Frischling in den angrenzenden Jungwald.

Schon beim Gespräch mit dem Schützen wird klar - und der Anschuss bestätigt es - Krellschuss. Ein wenig Wildpretschweiß, einige Muskelfasern, das wars. Da dort eine hohe Straßendichte herrscht, ist an eine eventuelle Hatz nicht zu denken. Also am langen Riemen solange es geht. Um die Sache abzukürzen, nach ca. 250 Metern lag der Frischling verendet. Für einen Krellschuss absolut untypisch.

Beim Aufbrechen haben wir dann festgestellt, dass sich ein Geschoßsplitter, wahrscheinlich durch die Bewegung des Stückes, zwischen 2 Wirbeln eingeschoben hat, was letztendlich zum Verenden des Frischlings führte.

Frischlingsgewicht: 15 kg, beschossen mit Kaliber 30-06.

Zum Glück ist die Suche für alle Beteiligten gut ausgegangen - Waidmannsdank dem hl. Hubertus. 

 

22.November 2018

 

Nachdem der Zeitaufwand für Riegeljagden und damit zusammenhängender Nachsuchen noch bis Ende Dezember anhalten wird, haben wir uns entschlossen, den 2. Stammtisch für Nachsuchenführer im Jänner stattfinden zu lassen.

 

Dieser Stammtisch findet am 10.Jänner 2019 ab 19 Uhr statt.

 

Aus verständlichen Gründen können nur telefonische bzw. Anmeldungen per E-mail entgegengenommen werden, wo ihr alle Details erfahren könnt.

28.Oktober 2018

 

Bei unserem letzten internationalen Hundeführertreffen haben wir gemeinsam eine Aufstellung über Schuss- bzw. Pirschzeichen und die sich daraus ableitenden Konsequenzen für die Nachsuche erstellt.

Diese Erfahrungswerte beruhen auf der unglaublichen Anzahl von rund 4000 Nachsuchenberichten.

!!! Eine Kontrollsuche  mit einem fermen Nachsuchenhund ist auf alle Fälle anzuraten, da moderne, speziell bleifreie, Geschosse, oft kaum Pirschzeichen verursachen !!!

18.September 2018

 

Verzweifelt ruft mich ein ganz lieber Jagdfreund, den ich als besonnenen und zielsicheren Schützen kenne, an und ersucht um eine Nachsuche auf einen Rehbock.

Bei den üblichen Fragen erzählt er mir: Bock frei, breitstehend in einem Rübenfeld, Kaliber 300 Win Mag. , abgekommen knapp hinter Blatt, Stück zieht ohne zu zeichnen weg.

Nachdem wir doch eine längere Fahrstrecke hinter uns bringen mussten, war es bei der Ankunft natürlich stockdunkel. Mit seiner Erfahrung hat er aber sowohl den Standplatz als auch den vermeintlichen Anschuss verbrochen. Dort angekommen stelle ich fest, dass die Rübenblätter doch fast kniehoch sind und am Anschuss absolut nichts zu finden war. Den Hund am langen Riemen führend wurden die Kreise immer größer und größer, als der Hund plötzlich steht und mir einige Schweißtropfen verweist. Dann geht es hinter dem Hund her, nicht ganz lustig immer auf den Rüben auftretend. Doch nach kurzer Zeit sind wir am Ziel, der Bock ist längst verendet. 

Beim Aufbrechen zeigt sich, dass das Geschoss sowohl beim Ein- als auch beim Ausschuss keinerlei Federn und kein Organ beleidigt hat.

Auch schwerste Kaliber sind kein Garant für "fällt im Feuer".

13.August 2018

 

Und wieder eine Nachsuche der besonderen Art.

Um 17 Uhr erreicht mich ein Anruf, dass in einem Bach ein Stück Rehwild sei, welches weder vor noch zurück kann. Aufgrund der relativ guten Wegbeschreibung sind wir bald an dem Ort, wo sich das Geschehen abspielte. Wie ich es erwartet habe finden wir dort - nichts. Da hilft nur beide Uferseiten abzugehen, eventuell findet der Hund bei einem kranken Stück ja den Ausstieg. Konzentriert hinter dem Hund hergehend bemerke ich nicht, dass plötzlich 2 Feuerwehrautos mit Blaulicht und Folgetonhorn auf uns zukommen. Nachdem wir öfters mit Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten, störte das den Hund in keinster Weise, zeigt aber, über welche Nervenstärke die bei Nachsuchen geforderten Hunde verfügen. Die FF war jedenfalls auch wegen des Rehs alarmiert worden. Der Einsatzleiter stand aber auch auf dem Standpunkt, dass es zur Auffindung des Stückes eines Jägers und eines Hundes bedarf. So war der Einsatz für sie beendet, für uns noch nicht.

Da im Bach bzw. an der Uferböschung nichts zu finden war, besahen wir uns noch eine Waldzunge, denn wenn das Stück sich nicht im Kühlen niedertut, dann hier.

Doch leider war trotz intensiver Suche auch hier nichts zu finden.

 

PS: Einen Tag später wurden mir Fotos des verletzten Bockes übermittelt, die gemacht wurden, als er Richtung Bach zog. Man sieht ganz deutlich die Verletzung auf der rechten Rückenseite.

Nachdem ich zufällig am 16.8. nicht weit davon entfernt zu tun hatte, sah ich, wie es der Zufall halt so will, genau diesen Bock 30 Meter vor mir, putzmunter, langsam ziehend, dann verhoffend.

Der geht als gesund und entlassen in die Nachsuchenberichte ein, wäre bei dem Stück auch sehr schade gewesen.

Bilder zu Verfügung gestellt von FF Laxenburg.

8.August 2018

 

Nach einigen relativ einfachen Nachsuchen werde ich am Morgen vom Aufsichtsjäger eines im Nachbarbezirk liegenden Reviers benachrichtigt, dass er beim Pirschen mit einem Jagdgast einen kranken Bock ausmachen konnte. Schaue mir ca. nach einer Stunde die Sache einmal näher an, ein Kartoffelacker in der Größe von 20-25 ha mit angrenzendem Wald. Nachdem der honorige Gast aber nicht zu Schuss kam, sollte ich mit der Nachsuche zuwarten. Da sitzt man als Hundeführer auf Nadeln, wenn das Telefon nicht läutet. Nächster Tag - nichts. Nach 4 oder 5 Tagen packt mich dann die Entschlossenheit.

Den Jagdleiter angerufen - der kennt die Geschichte schon. Der macht jetzt Druck und endlich kann ich mit dem Hund loslegen. Pünktlich 9 Uhr gehts los - voll motiviert starte ich mit dem Hund. Und das bei 32°. Im Kartoffelschlag hilft da nur die freie Suche. Gottlob ist keine Straße in der Nähe, was die Arbeit ungemein erleichtert. Aber - nichts.

Am Ende des Ackers führt der Hund zu einem kleinen Bach - endlich kurze Rast und Erfrischung beim Wasser. Weiter gehts nach 10 Minuten.

Und - da zeigt mir der Hund am Uferrand eine Rehfährte, ob es die vom kranken Stück ist, weiß der Hund, ich nicht. Bedächtig folgt er am Backlauf entlang - und schon sehe ich einige Krähen in einiger Entfernung wegstreichen. Jetzt weiß auch ich es, dort wird der Bock oder was von ihm noch übrig ist, liegen. Genauso war es auch. Ein sehr gut veranlagter Jahrling lag dort, nur mehr Teile der Decke und Knochen übrig. Tage vorher hätten wir den Leidensweg entscheidend verkürzen können.

Mag jeder sich seinen Teil zu dieser Nachsuche reimen.

 

Mich jedenfalls hat dort der Zorn gepackt.

Nach einigen hundert Metern erfolgreicher Nachsuche und 32° macht er freiwillig Platz.

9.Juli 2018

 

Und weiter geht's

 

Bedingt durch die abendliche Nachsuche am 8. Juli gab es wieder eine kurze Nacht. Ein Anruf einer Polizeidienststelle, bezugnehmend auf einen Autounfall mit einem Rehbock, riss mich um 6 Uhr morgens unsanft aus dem Schlaf. Der Insepektor meinte noch, so wie der PKW aussieht, müsste das Bock am Straßenrand liegen.

Naja, gut gemeint, nur so war es leider nicht. Nachdem ich in diesem Straßenbereich alles abgegangen war, blieb nur mehr die Suche mit dem Hund. Es dauerte auch nicht lange und der erste Schweiß war gefunden, der ging in eine Schlehdorndickung hinein- aussichtslos. Also umschlagen und weitermachen. Kein Schweiß mehr, wie fast immer bei KFZ-Nachsuchen, aber so wie die Hündin im Riemen lag, müsste es passen. Zügig gings in ein Getreidefeld, auf einem Halm verwies sie Schweiß. Also es dann ein kurzes, ruckartiges Halt gab, war die Büchse für den Fangschuss schon fertig. Aber- das Stück lag längst verendet im Getreide.

Wie sich herausstellte hatte der Bock einen Bruch des Hinterlaufes von dem der Schweiß vor den Schlehdornen bzw. am Getreidehalm stammte.

Im hinterem Bereich des Stückes war Innen alles aufgeplatzt.

8.Juli 2018

 

Laufschuss am Sonntag

 

Ein ganz lieber Jagdkollege rief mich abends an, um eine Nachsuche auf einen Rehbock durchzuführen.

Auf der Fahrt ins Revier gingen wir alle Details durch, minimal Schweiß habe er am Anschuss auch gefunden. Dort angekommen besichtige ich mir die Gegebenheiten einmal- einige stecknadelgroße Schweißtropfen und leider ein Stück Knochen aus dem Vorderlauf. Ich sehe mich schon am nächsten Morgen um die Sache weiterzubringen, wollte im Stangenholz aber wenigstens noch die Richtung der Krankfährte ausarbeiten.

Unser Hund Caro besah sich das einmal mit mir. Nachdem aber dort abends auch noch 2 weitere Stück Rehwild und ein Hase waren, schlug sie einmal Kreise; das war noch spielerisch. Dann noch einmal zurück zum Anschuss und ab ging die Post. Obwohl kein Schweiß, wusste ich, die ist richtig. Nach einer Weile und einem großen Bogen- ein unspektakuläres Ende, der Bock lag. Beim Aufbrechen zeigte sich, der Schuss saß ganz hoch am Vorderlauf.

Was hier geholfen hat war der relativ steile Schuss nach oben, sodass die Kugel am Brustbeinansatz und auf der anderen Seite der Blattschaufel doch noch ein wenig Zerstörung anrichtete.

Der erste Schweiß war übrigens erst 3-5 Meter vor dem verendeten Stück zu finden, eher ein Zeichen von bleifreien Geschossen, was in diesem Fall nicht gegeben war.

25.Mai 2018

 

Bilder von unserem letzten Schweißseminar in Kärnten gibt es unter SEMINARE.

22.Mai 2018

 

Am Bezirksjägertag in Thallern waren wir mit einem Hund unserer Nachsuchestation mit dabei.

24.April 2018

 

Am Samstag, den 12.Mai, findet im Weingut Thallern, 2353 Gumpoldskirchen, der diesjährige Bezirksjägertag statt.

11.00 Uhr          Beginn

Nach dem Bericht des Bezirksjägermeisters folgen Vorträge von Bezirkshauptmann Dr. Enzinger sowie von RA Dr. Schaffgotsch. Im Anschluss daran wird die Hegeschau eröffnet.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch Vorführungen der Firma STIHL bzw. Autopräsentationen von VW, Mercedes und Mitsubishi. Nachfolgend gibt es noch einen Vortrag von Landesjägermeisterstellvertreter Dir. Spinka sowie eine Jagdhundepräsentation.

Auch wir werden mit einem Hund aus unserer Nachsuchestation bei dieser Präsentation anwesend sein.

23.April 2018

 

Firma Merkel unterstützt uns:

Für die heurige Jagdsaison stellt uns die Firma Merkel eine Repetierwaffe des Typs Helix Explorer im Kaliber .308 Win für Schulungszwecke sowie für Nachsucheneinsätze zur Verfügung.

Einen ausführlichen Testbericht sowie Erfahrungen im Praxisbetrieb gibt es dann unter AKTUELLES im Spätherbst.

 

PS: Was wir jetzt, nach einer Kfz Nachsuche in fortgeschrittener Dämmerung, sagen können: durch die innovative Kimme-Korn Gestaltung ist eine genaue Zielerfassung absolut kein Problem.

26.März 2018

 

Sehr geehrte Hundeführer!

 

Die Virusseuche Staupe tritt im Bezirk Baden vermehrt auf, besonders häufig sind in den vergangenen Tagen verendete Füchse gefunden worden. Der Verlauf der Krankheit ist so schlimm, dass nicht geimpfte Tiere daran verenden.

Betroffen sind nicht geimpfte Hunde. Empfehlenswert wäre, dies im Revier kund zutun, um die Hundebesitzer davor zu warnen.

An die Jäger: beim Auffinden von verendeten Füchsen, diese zur Untersuchung an das Wildtierinstitut am Wilhelminenberg zu bringen. Die Untersuchung wird vom LJV bezahlt. Im Tierseucheninstitut in Mödling ist dies kostenpflichtig (pro Tier € 98.-) und muss selbst bezahlt werden. In Mödling gibt es den Befund in 3 Tagen, am Wilhelminenberg dauert es deutlich länger. Die Veterinärabteilungen und der LJV sind bereits informiert.

Bitte diese Meldung an die Jagdausübungsberechtigten und Hundeführer weiterzugeben.

7.März 2018

 

Aus 1 mach 2!

 

Ein abendlicher Anruf, wir sollten eine Nachsuche auf Schwarzwild durchführen. Nachdem eine Totsuche nicht sicher war habe ich meinen Sohn aktiviert, der bewaffnet hinter mir und dem Hund gehen sollte.

 

Am Anschuss fanden wir keinen Schweiß, nur ganz wenige Schnitt- und Schlaghaare. Der erste Schweiß war nach 20 Metern zu finden, nach weiteren 20 Metern fanden wir Lungenschweiß, dann bis zum Auffinden des Stückes weder Schweiß noch sonstige Pirschzeichen.

 

Caro bewindet kurz die Sau und zieht links in den Jungwald. Nach wenigen Metern zeigt sie mir kleine Deckenfetzen mit Borsten. Ich betrachte diese und meine, "die können nicht von der ersten Sau sein". Auf den nächsten Metern immer wieder Borsten bis sie vor dem längst verendeten und steifgeforenem Stück steht. Nachdem die Unterseite und das Gescheide komplett fehlt lässt sich kein Schluss auf einen Schuss oder natürlichen Tod machen.

5. März 2018

 

Letzte Woche fand unser Erster Stammtisch für Nachsuchenführer statt. Es waren doch mehr Teilnehmer als wir erwartet hatten. Besonders erfreulich, dass auch ein ganz junger Hundeführer dabei war, den wir ganz herzlich in unserer Runde begrüßen.

 

Thematisch gab es 3 Schwerpunkte die diskutiert wurden:

 

- Der Wolf bei Drück- und Riegeljagden

- Afrikanische Schweinepest

- Immer wiederkehrende Knochen- und Trophäenauffindungen bei Nachsuchen

 

Vereinbart wurde, den nächsten Stammtisch vor Beginn der Herbstjagden im Sept./Okt. stattfinden zu lassen.

 

Einladungen ergehen wieder separat.

12. Februar 2018

 

KFZ Nachsuche

 

Letztes Wochenende war es wieder so weit- eine Nachsuche auf ein Reh nach einem Unfall mit einem Pkw stand an.

 

Am Unfallort angekommen dachte ich anhand der Schäden im Frontbereich des Autos, dass das Stück innerhalb der nächsten Meter liegen müsste. Der vordere Kotflügel war komplett eingedrückt und stand am Reifen an,  der Hauptscheinwerfer hatte kein Glas und keine Lampen mehr.

 

Die Kontrolle allfälliger Pirschzeichen ergab- nichts. Den Hund am Schweißriemen folgend ging es erst über einen Acker mit Gründecke. Dann- für mich erstaunlich- über ein Bahngleis und nach 10 Metern verbellt der Hund das Stück.

Schweiß war auf der gesamten Strecke keiner zu finden.

 

Es hat sich hier wieder bewahrheitet, dass nur Hunde, die mit dem Fährtenschuh gearbeitet wurden, solche Suchen auch tatsächlich schaffen.

 

Bilder erspare ich euch. Einzig ein Foto der Leber soll veranschaulichen wie so ein Stück innen nach einem Unfall aussieht.

 

4. Februar 2018

 

Der Stammtisch für Nachsuchenführer findet heuer am

 

                             Donnerstag, dem 1.3 ab 19:00

 

statt.

Aus verständlichen Gründen können nur telefonische bzw.

Anmeldungen per Email angenommen werden, wo ihr alle

Details erfahren könnt.

7. Jänner 2018

 

Nach dem abgelaufenen Jahr haben wir jetzt die Statistik fertiggestellt.

 

Erklärung:

 

 

Erfolgssuche: Eine Suche bei der das Stück  erfolgreich (mit oder ohne Hatz) nachgesucht wurde.

 

Fehlsuche: Eine Suche bei der trotz Pirschzeichen ( Schweiss, Schnitthaare, usw... ) das Stück  nicht gefunden

                      wurde.                  

 

Kontrollsuche: Eine Suche bei der keine wie immer gearteten Pirschzeichen gefunden wurden und somit angenommen                                werden kann, dass das Stück unverletzt ist.

In den letzten 2-3 Jahren haben wir, sowie auch unsere Kollegen in nationalen und internationalen Umfeld festgestellt, dass die Kontrollsuchen immer mehr in unsere Tätigkeit einfließen. Spitzenwerte von 60-65% sind keine Seltenheit und werden dort erreicht wo die Jägerschaft fast jeden Schuss mit bleifreien Geschossen nachsuchen lassen.

20. Dezember 2017

 

Wieder einmal - bleifrei

 

Knapp vor den Feiertagen- ein Anruf eines befreundeten Hundeführers. Ein Überläufer war aus einer Rotte früh morgens beschossen worden, die Nachsuche brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Hund und Equipment im Auto verstaut, 60min Fahrzeit ergibt bis zum Einbruch der Dunkelheit 2,5h in denen wir das Stück suchen können. Die üblichen Fragen an den Schützen: "Sau zog mit der Rotte ohne zu zeichnen mit, Schussdistanz ca. 80m, Kaliber 8x57 IS, aber bleifrei". Er sei sich seines Schusses aber ganz sicher.

Am Anschuss finden wir ein winziges Lungenstückchen und etwas Schweiß.

Der Hund zieht ruhig und konzentriert ca. 100m, ich habe aber keine Bestätigung, dass wir auf der Krankfährte sind. Nach einer Brombeerhecke folgt von ihm ein scharfer Schwenk nach rechts, scheinbar hat sich das kranke Stück von der Rotte getrennt. Die nächsten 100m bringen auch keine Gewissheit, bis plötzlich der Schweißriehmen durchhängt und der Hund vor der verendeten Sau steht.

Der Schuss sitzt, wie vom Schützen beschrieben , perfekt.

Beim Aufbrechen der Sau zeigt sich: Beide Lungenflügel durchschlagen; da hat das bleifreie Geschoss einfach wirklich schlechte Wirkung erzielt.

Da wir aber im letzten Jahr 6 solcher Nachsuchen mit ähnlichen Pirschzeichen auf Reh hatten kann ich nur empfehlen: jeder mit bleifreier Munition abgegebene Schuss gehört zur Kontrolle nachgesucht, Schusszeichen sind kaum wahrzunehmen und am Anschuss ist meist wenig bis nichts zu finden.

1. Dezember 2017

 

Auch nicht allttäglich.....

 

Um 15:30 ruft ein befreundeter Jäger ganz aufgeregt an: "Habe gerade einen Laufschuss produziert". In seiner Aufregung teilt er mir nichteinmal die Wildart mit. Dann "Reh".

 

Nachdem nur mein junger Hund im 2.Feld zur Verfügung steht, male ich mir schon aus welchen Nachsuchenführer ich anrufen werde, in der Drückjagdsaison nicht so leicht. Anschuss finden wir auch keinen, also freie Suche. Der Hund findet in ganz kurzer Zeit Schweiss, einzelne Tropfen in größeren Abständen. Nach 300 Metern wird der Hund heftiger, Straße ist zum Glück auch keine in der Nähe, also schnallen. In Sekunden ist er am Reh, stellt wie im Lehrbuch und ein Fangschuss beendet das Leiden. Stolz steht die Kleine am Stück und beutelt es. Wenn ich an meine Nachsuchen mit Vorderlaufschuss denke dann hat sie richtig gute Arbeit geleistet und für schwierigere Aufgaben empfohlen.

 

Die Kontrolle am Stück zeigt beide Vorderläufe durchschlagen in Kniehöhe.

18. November 2017

 

Vor einigen Tagen wurden wir von der Polizei um Mithilfe gebeten.

 

Eine Anzeige war eingegangen, dass im Stadtwald, der relativ stark begangen ist, ein Tier schreit. Treffpunkt bei einem Altersheim, damit verbietet sich eine starkkalibrige Kugelwaffe von selbst. Mit zwei äußers motivierten Polizeibeamten begann die "akustische" Nachsuche um 22 Uhr. Den Hund am langem Riemen ging es los, nur waren die Laute des Stückes recht selten zu hören bzw. wurden sie durch den Autolärm geschluckt.

 

Nach etwa 50min. waren wir am Stück und es bot sich ein Anblick des Jammers. Ein etwa 3 jähriger Rehbock hatte sich in einem Baum mit seiner im Geweih befindlichen Wäscheleine verhängt. Da der Weiddarm sowie das Weidloch durch seine Befreiungsversuche aufgerissen war, habe ich mich entschlossen den Bock abzufangen und dem Leiden ein Ende zu bereiten.

 

Um 01:15 endete der Einsatz für das Gespann.

 

PS: Der Bock war mir mit seiner Geschichte seit 4 Monaten bekannt.

       Luftlinie zum Ort des Geschehens ca. 7km.